Jesus folgen #2: Freiheit finden mit „Keys to Freedom“

Der Jüngerschaftskurs „Keys to Freedom“ gibt Menschen praktische Tools an die Hand, um die Freiheit zu finden, die ihnen Jesus verspricht. Ein Gespräch mit Sabine Pledger, die diesen Kurs seit Jahren in der Overflow Kirche Wiesbaden als Kleingruppe anbietet. 

Sabine, worum geht es bei „Keys to Freedom“? Übersetzt heißt das ja „Schlüssel zur Freiheit“.   

Acht Wochen, sieben „Schlüssel“, ein Kurs – das ist „Keys to Freedom“. Der interaktive Jüngerschaftskurs beruht auf dem Wort Gottes und zeigt uns die Werkzeuge auf, die uns Gott zur Hand gibt, um befreit zu leben. Die Bibel sagt uns, „wenn der Sohn euch frei macht, seid ihr wirklich frei“ (Joh 8,36) – Gott hat uns diese Befreiung in Jesus Christus schon geschenkt. Aber wir müssen den Schritt aus dem geöffneten Käfig selbst tun, das ist unsere Aufgabe. Dazu dienen die Werkzeuge, die „Schlüssel“, die Gott uns gibt; wie sie im Alltag praktisch angewendet werden, erklärt der Kurs.  

Wie ist „Keys to Freedom“ inhaltlich aufgebaut?  

Das Buch des Kurses folgt einem acht-Wochen-Schema, nach einer Einführung wird in den folgenden sieben Wochen jeweils ein Schlüssel vorgestellt: Verbundenheit und Hingabe zu Christus, Erneuerung der Gedanken, Entscheidung zu vergeben, Heilung der Verletzungen unseres Lebens, Generationsmuster brechen, Autorität in Jesus anwenden und wie wir Freiheit ein Leben lang aufrechterhalten. Im Buch beginnt jede Woche mit einer persönlichen Geschichte von jemandem, der Erfahrungen mit dem jeweiligen Schlüssel gemacht hat. Jedes Thema ist dann noch in fünf Tage unterteilt: Für diese fünf Tage gibt es Aufgaben, um sich das Thema selbst zu erarbeiten – Bibelverse herausschreiben, das Thema im Gebet vor Gott bewegen, sich Notizen dazu machen, etwas malen oder ein Gedicht schreiben … das ist sehr individuell. Das Buch ist also gleichzeitig auch das Arbeitsbuch jedes Teilnehmers. Der Kurs ist interaktiv – jeder ist gefordert, sich über die Treffen in der Kleingruppe hinaus mit den Themen zu beschäftigen. Dafür muss man an den fünf Tagen pro Woche schon etwa 20 Minuten pro Tag investieren.  

Ein so intensiver Kurs geht tief. Welches Thema hat dich am meisten geprägt, als du den Kurs zum ersten Mal gemacht hast?  

Für mich war Vergebung und Erneuerung der Gedanken total wichtig. Und obwohl ich auch vor dem Kurs schon erlebt hatte, wie befreiend es ist zu vergeben, wurde das durch „Keys to Freedom“ nochmal sehr praktisch und alltagstauglich. Denn die Frage ist ja, wie vergebe ich, wie spreche ich Vergebung aus? Vergebe ich Gott, dem anderen, mir selbst? Das hat mich sehr beschäftigt und auch, dass wir bevollmächtigt sind, in Jesu Namen Autorität auf dieser Erde auszuüben. Wir können unsere Gedanken erneuern, und das bewusst jeden Tag!  

Welche Themen beschäftigen erfahrungsgemäß die Teilnehmer am meisten?  

Das ist so unterschiedlich wie die Teilnehmer selbst. Wobei Vergebung schon für jeden ein Thema ist und manche im Alltag auch sehr herausfordert.  

Was begeistert dich an dem Kurs, warum kannst du ihn für Kleingruppen empfehlen?  

Mich begeistert, dass alles so praktisch und simpel erklärt wird. Das Buch macht es dir relativ einfach, als Teilnehmer wie als Kursbegleiter! Außerdem wirken die Themen auch weit über die Kurs-Wochen hinaus: Ich kann das Buch immer wieder öffnen und das Gelernte in den Situationen meines Lebens umsetzen, mit denen ich konfrontiert bin.  

Für wen ist „Keys to Freedom“ geeignet?  

Für jeden – ob jung oder alt, ob noch neu im Glauben oder schon länger dabei. Ganz gleich, in welchem Lebensabschnitt du bist. Wichtig ist nur, dass du dir als Teilnehmer Zeit nimmt. Das ist superwichtig. Wenn du gerade gar keine Zeit findest, auch unter der Woche mit den Themen zu arbeiten, solltest du den Kurs vielleicht nicht machen. Diese Zeit brauchst du schon, denn alle Schlüssel nutzen dir nichts, wenn du sie nicht annimmst, verinnerlichst, selbst anwendest und mit Gottes Hilfe mutig vorangehst. Aber wenn du immer wieder vor denselben geschlossenen Türen stehst und nicht weiterkommst, aber bereit bist, diese Zeit zu investieren, kann ich dich zu diesem Kurs nur ermutigen. Dieses Investment in dich selbst bietet echten Mehrwert.  

Wenn Kleingruppenleitende „Keys to Freedom“ als Jüngerschaftskurs in ihrer Gemeinde anbieten wollen: Welche Tipps hast du für sie?  

Wichtig ist, das Buch vorher selbst durchzuarbeiten, um zu wissen, was auf dich zukommt. Die christliche Initiative „Mercy Beyond“, die hinter dem Kurs steht, bietet ein Handbuch für Kursbegleiter („Guides“) an und dazu ein kostenfreies „Guide Training per Zoom (ein Abend). Nach dem Training erhältst du Zugang zu weiteren Ressourcen und Tipps zur Gestaltung einer Kleingruppe. Aus meiner Erfahrung würde ich auch sagen: Such dir einen oder zwei Leute, mit denen du den Kurs zusammen begleitest. Trefft euch als Kleingruppe besser nur alle zwei Wochen, weil das, was zwischen den Treffen zu erarbeiten ist, intensiv ist und tief geht. Führt, wenn möglich, ein Gespräch mit den Leuten, die teilnehmen wollen, um sie vorher ein bisschen kennenzulernen, und lasst die Teilnehmer weite Teile des Abends füllen. Ihr als Begleiter gebt den Rahmen, aber was die Teilnehmer mitbringen und in der Woche erlebt haben, gestaltet eigentlich die Kleingruppe.  

Und wie läuft so ein Abend ab?  

Wir haben zunächst festgelegt, wer von uns Kursbegleitern welchen Abend leitet. An den Abenden selbst haben wir immer zuerst gemeinsam gebetet und oft eine Lobpreiszeit gehabt. Danach hat der für den Abend Verantwortliche die verschiedenen Aspekte des Themas angesprochen. Beim ersten Kurs hatten wir uns noch Skripte gemacht und alles Mögliche erzählt … bis wir dann festgestellt haben, dass es meistens vollkommen ausreicht, wenn man die Teilnehmer erzählen lässt.  

Wie bist du dazu gekommen, „Keys to Freedom“-Gruppen anzubieten?  

Ich begleite den Kurs mit anderen jetzt seit drei Jahren. Dazu gekommen bin ich, weil ich den Kurs zunächst selbst besucht habe und wir ihn in unserer Gemeinde anbieten wollten. Ich würde sagen: Wenn dich die Themen in „Keys to Freedom“ angesprochen haben und du das gern auch anderen weitergeben willst, dann biete selbst eine Kleingruppe an! Ja, dann tu’s. 

Vielen Dank für das Gespräch!